2. Tag: Campanilo, Markusbasilika, Arsenal, Donna Leon

Mit Gesang und Sonne wurde ich am nächsten Morgen geweckt. Teddy und der Campanile

Ich hatte heute viel vor und das Wetter war einfach traumhaft. Als erstes hüpfte ich zum Markusplatz. Ich erblickte sogleich den Campanile. Er ist mit 98,6 Meter das höchste Gebäude der Stadt Venedig. Man sagt, früher wurden auf der hälfte des Turms niederträchtige Menschen aufgehangen.

Hochgeklettert bin ich nicht - der sah mir doch etwas zu hoch aus. Außerdem wollte ich unbedingt die Markusbasilika, oder richtig Basilica di San Marco, besuchen.

Teddy vor der Basilica di San MarcoDas sollte man sich nicht entgehen lassen. Hier sieht man, wie reich und erfolgreich Venedig einst war.

Hier lagen die Knochen des Heiligen Markus - der erste Bishof von Alexandria. 828/29 wurden die Markusreliquien in die Lagunenstadt "gebracht". Daraufhin wurde ein Dom errichtet, der aber abbrannte. Daraufhin errichtete man die Basilica di San Marco, die seit dem immer wieder verschönert wurde - durch Mitbringsel vieler (Raub-)Reisen.Pala d’oro

Der heilige Markus ist wohl auf einer seiner Fahrten - genau wie ich, kleiner Teddy - an der Lagune Venedigs vorbeigefahren. Dort hatte er eine Engelserscheinung - die hatte ich nicht.

Geht man in die Basilica hinein ist man erst einmal beeindruck von den Goldmosaiken an der Decke der Kathedrale. Ich bezahlte ein paar Euros und schaute mir die weltbekannte Pala d’oro an. Fast 1000 Jahre alt und vollgepackt mit Juwelen und sonstigen Glitzerkram, das hat mich wirklich beeindruckt.

Blick von der MarkusbasilikaNachdem ich durch diese beeindruckende Basilika scharwenzelt bin, beschlossTeddy vor der Quadriga ich, die paar Stufen nach oben zu hüpfen und mir die Quadriga anzuschauen. Die vier Pferdchen sind über 2000 Jahre alt und wirklich beeindruckend. Ursprünglich stand die Quadriga in Rom, ist dann nach Konstantinopel gewandert, wo sie dann von den Venezianern 1204 mitgenommen wurde.

Und Teddy, wie ich bin, hab ich mich natürlich davor fotografieren lassen.

Venedig im Sonnenschein

Am ArsenalDa die Sonne so schön schien, hüpfte ich weiter am Dogenpalast vorbei zum Wasser. Ich wollte zum Arsenal. Ich hatte viel darüber gelesen. Seit dem 11. Jahrhundert wurde in der Lagunenstadt Schiffsbau betrieben. Ich wusste, dass ich nicht reinkam, aber wenigsten mal gucken. Früher durften die Arbeiter im Arsenal nicht mal darüber sprechen, dass sie im Schiffsbau tätig sind.Auf den Spuren Donna Leons

Ich spazierte am Arsenal vorbei und hüpfte so durch die Gassen an den Rios vorbei, bis auf einmal... Ich dachte mir, das kenn ich doch. Wo bin ich denn hier gelandet...

Ja, ich hatte einen der Drehorte der Donna Leon Romane des Commissario Brunetti gefunden. Man muss nämlich wissen, ich schaue gerne mal einen guten Krimi. Ratet doch mal, warum ich unbedingt Venedig sehen wollte. An einem Rio

Ich spazierte weiter durch Venedig. So ein Tag bei Sonnenschein ist doch was herrliches. Ich hüpfte durch den Bezirk Castello und, wie immer in Venedig, verlief ich mich in den kleinen Gassen. Ein Stadtplan ist nicht immer hilfreich - manchmal muss man sich auch treiben lassen.

TeddyAm Ende meines Spaziergangs kam ich lustigerweise wieder am Canal Grande raus. Bei einem Glas Wein genoss ich die Abendsonne.

Nachdem die Sonne untergegangen war, machte ich mich zurück zu meiner Gastcouch. Meine Pfötchen freuten sich wirklich sehr, endlich Ruhe zu haben. Abend am Canal Grande

Zum 3. Tag

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