Aschaffenburg im Herbst 2012

Stiftkirche St. Peter und AlexanderIch musste früh aufstehen, um pünktlich am Flughafen anzukommen und nach Frankfurt am Main zu fliegen. Man könnte zwar auch mit dem Zug in 5 Stunden in Aschaffenburg sein, aber ich, kleiner Teddy, liebe das Fliegen.

Gegen Mittag erreichte ich endlich die Stadt. Das Wetter war ... herbstlich.

Aschaffenburg liegt ungfähr eine Autostunde von Frankfurt am Main im bayrischen Unterfranken.Hier wohnen ca. 70 000 Einwohner.Bürgerhaus und Stiftsglöcknerhaus

Es ist eine süße klein Stadt. Hier mischen sich alte Fachwerkhäuser und moderne Baukunst.

Mein erstes Ziel war die Stiftkirche St. Peter Alexander. 975 wurd mit dem Bau begonnen und der romanische Teil ist noch erhalten bzw. nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wieder aufgebaut worden. (Nur ein paar mehr Fenster wurden wohl eingefügt, denn das Innere der Kirche wirkt - trotz schlechtem Wetter - hell. Im Zeitalter der Frühgotik wurde die Kirche erweitert. Die Stiftskirche St. Peter und Alexander ist eine wirklich sehenswerte Kirche.

Im Inneren der Stiftkirche St. Peter und AlexanderUnd auch die Stiftgasse um die Kirche herum ist beschaulich. Alte Fachwerkhäuser und Sandsteinbauten, wie das Stiftsglöcknerhaus aus dem 18. Jahrhundert.Teddy vor der Stiftkirche

Neben der Stiftkirche, im Kapitelhaus, befindet sich heute das Stiftsmuseum.

Eigentlich wollte ich in die Ausstellung besuchen, doch leider hatte die geschlossen. Werke des bekannten Lucas Cranch sollen dort zu sehen sein. Wie die Gemälde hierher kamen: Der Erzbischof und Kurfürst Albrecht von Brandenburg, ursprünglich lebte er in Halle an der Saale, musste 1541 aus Halle fliehen und nahm seinen Besitz einfach mit.

Unterwegs in AschaffenburgDa es geschlossen war spazierte ich halt weiter durch den zarten Nieselregen.

Unterwegs in AschaffenburgIm 5. Jahrhundert wurde die Stadt von den Alemannen gegründet, jedoch finden sich wohl schon erste Siedlungsspuren aus der Steinzeit.

Ich spazierte durch die kleinen Gassen der Stadt und erreichte schließlich das Schloss Johannisburg.

Der Bau aus Rotsandstein trohnt über der Main und wirkt würdevoll.

Schloss JohannisburgUrsprünglich stand hier eine Burg, die 1552 im sogenannten Markgräflerkrieg zerstört wurde. Vom 1605 bis 1619 wurde das heutige Schloss Joahnnisburg errichtet.

Blick zum MainKnapp 200 Jahre, bis 1803, war das Schloss die zweite Residenz der Mainzer Kurfürsten und Erzbischöfe. Danach, seit 1814 gehörte es zur bayerischen Krone bis zum Fall der Monarchie im Jahre 1918.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bau durch die Bomadierung fast vollständig zerstört.(Aschaffenburg hatte viel Rüstungsindustrie.) Doch nach Ende des Krieges wurde das Schloss detailgetreu wiedererrichtet.

Das Renaissance-Schloss ist ein viereckiger Bau mit jeweil vier gleichen Türmen. Der Baumeister war ein Herr Georg Ridinger aus Straßburg.

Schade, das das Wetter nicht so gut war, sonst hätte ich den Blick über den Main länger genießen können.

Blick über den MainDie erste Brücke über den Main ließ 989 der Erzbischof von Mainz errichten, um die Stadt besser erreichbar zu machen.

Im InnenhofIch hüpfte in den Innenhof. Hier befindet sich die Hofbibliothek. Dort befinden sich unter anderem einige der Handschrifen der Mianzer Dombibliothek.Trauben und trübes Wetter

Blick über den Main mit Pompejanum

Ich spazierte weiter durch den Schlossgartem zum Pompejanum.

Frühstückspavillon im SchlossgartenDer Schlossgarten führt bis zum Pompejanum und muss bei schönem Wetter wirklich bezaubernd sein. Heute wirkte er eher traurig.

Steinerner Gang im SchlossgartenIch spazierte trotzdem fröhlich durch den Park vorbei am Frühstückpavillon.

Der Blick über den Mainbogen erfreute mich immer wieder. Das Schloss perfektioniert diesen Anblick. 

Nach einem kurzen Marsch erreichte ich das Pompejanum, dass im Herbst leider geschlossen war.

Das PompejanumDas Pompejanum ist ein genauer Nachbau der römischen Villa des Hauses von Castor und Pollux in Pompeji. König Ludwig I. ließ es 1849 bis 1948 hier erbauen.

Frückstückspavillon mit SchlossIn dem grauen Wetter, zwischen den blätterlose Bäumen, wirkte das Gebäude irgendwie fehl am Platz. Italienische Prachtvillen kenne ich nur mit blauem Himmel und angenehm warmen Temperaturen...

Im 18. Jahrhundert wurde auf Anweisung des Kurfürsten und Erzbischof Friedrich Karl Joseph von Erthal ein Steinerner Gang angelegt. Dieser geht an der alten Stadmauer und dem Stadtgraben vorbei durch die Parkanlage. Von hier hat man immer wieder einen schönen Blick auf das große rote Schloss und den Main.

Panoramablick MainGruppenfotoIch spazierte weiter durch den Schlossgarten zurück zum Schloss und schließlich suchte ich mir ein nettes Gasthaus und wärmte mich auf. Unterwegs traf ich noch ein paar hübsche Bären und wir machten ein kleines Gruppenfoto.

Stiftkirche St. Peter und Alexander am AbendAm nächsten Tag flog ich wieder zurück nach Berlin. Also machte ich noch einen kurzen Abendspaziergang durch die ruhige kleine Stadt.

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